Für die psychische Gesundheit: Aktiv bleiben!


Das alte Sprichwort „Du kannst deinen Problemen nicht davonlaufen“ mag wahr sein, aber wenn du buchstäblich joggen gehst, kann das nachweislich deinen mentalen Zustand verbessern. Körperliche Aktivität ist nicht nur gut für deinen Körper, sondern auch für dein Gehirn und deine geistige Gesundheit.

Wie körperliche Aktivität hilft

Viele Forscher/innen haben herausgefunden, dass Bewegung:

dein Körper Chemikalien freisetzt, die deine Stimmung heben und dir helfen, dich entspannt zu fühlen
die Durchblutung deines Gehirns erhöht und das Wachstum und die Erhaltung der Neuronen fördert, einer Zellart, die für die Signalübertragung in deinem Gehirn und deinem Nervensystem wichtig ist
senkt den Spiegel der Stresshormone Cortisol und Epinephrin in deinem Körper
Das sind einige der Ergebnisse der biologischen Wissenschaft. Was die realen, alltäglichen Auswirkungen angeht, so hat körperliche Aktivität nachweislich folgende Wirkung:

  • den Schlaf zu verbessern, der für die geistige und emotionale Gesundheit wichtig ist (er wird mit Depressionen, Angstzuständen, bipolaren Störungen und anderen psychischen Erkrankungen in Verbindung gebracht)
  • die geistigen Funktionen im Alter aufrechtzuerhalten, einschließlich des Denkens, Lernens und Urteilsvermögens
  • das Gedächtnis und die geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern
  • hilft dir, mit Stress umzugehen
  • dein Risiko für Depressionen zu senken
  • stärkt dein Selbstbild

Bewegung ist auch ein anerkanntes Mittel zur Behandlung und Bewältigung vieler psychischer Erkrankungen, wie z. B. Süchte, Angstzustände, bipolare Störungen, Depressionen, Essstörungen, Trauer und Schizophrenie.

Tipps, um körperlich aktiv zu werden – und zu bleiben

Trotz all dieser potenziellen Vorteile kann es schwierig sein, in Bewegung zu kommen oder in Bewegung zu bleiben – vor allem, wenn du deprimiert oder gestresst bist oder schlecht schläfst. Hier sind einige Möglichkeiten, um anzufangen und motiviert zu bleiben:

Fang langsam an. Wenn du dich schon länger nicht mehr körperlich betätigt hast, versuche es mit 10-minütigen Bewegungspausen. Sie können sich positiv auswirken und summieren sich. (Es ist auch eine gute Idee, mit deinem Arzt zu sprechen, wenn du ein Sportprogramm beginnst oder wieder aufnimmst).
Setze dir Ziele. Schreib dir auf, was du erreichen willst – und deine Gründe dafür. Verfolge dann deine Fortschritte; das wird dir helfen, dich zu motivieren. Auch kleine Belohnungen, wenn du deine Ziele erreichst, sollten Teil deines Plans sein.


Mach es lustig. Schalte deine Lieblingsplaylist ein und tanze 10 Minuten lang. Wirf einen Ball oder spiele Fangen mit deinen Kindern. Finde eine Aktivität, die dir Spaß macht und dich in Bewegung hält.
Mache es gesellig. Suche dir einen Partner oder bring die ganze Familie mit. So macht es noch mehr Spaß – und soziale Aktivitäten sind auch gut für die geistige Gesundheit.


Mach es fit. Finde Wege, um körperliche Aktivität in bereits geplante Aufgaben einzubauen: Geh bei einem Meeting oder einer Telefonkonferenz um den Parkplatz herum. Fahre mit dem Fahrrad zu Terminen oder zum Postamt. Und vergiss nicht, dass auch Arbeiten wie Rasenmähen, Laubharken und Staubsaugen zu den körperlichen Aktivitäten zählen.


Bewege dich im Freien. Zeit in der Natur zu verbringen, wirkt sich nachweislich positiv auf die psychische Gesundheit aus; es kann Stress abbauen und dir helfen, ruhiger zu werden.
Gönne dir eine Pause. Wenn du einen Tag nicht schaffst oder dein Ziel nicht erreichst, solltest du dir selbst Anerkennung für das geben, was du geschafft hast. Und lass dich nicht davon abhalten, es noch einmal zu versuchen.


Körperlich aktiv zu bleiben kann dein Wohlbefinden verbessern, aber du solltest immer einen Psychologen aufsuchen, der dir hilft, deine Probleme zu erkennen & professionell zu behandeln!

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